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Peter Wohlschlögel | Greifringumlederung

Peter Wohlschlögel, Greifringumlederung

Peter Wohlschlögel

Feintäschner und Modellmacher für Lenkrad Ur-Modelle

Rollstuhl fahren kostet Kraft und Energie!

Seit Jahren schon beschäftige ich mich mit dieser Überlegung. Mit befreundeten Rollstuhlfahrern entwickelte ich in mehreren Testreihen eine Umlederung für die Greifringe des manuell betriebenen Rollstuhls.

Ziel hierbei war und ist es, den Energieverlust auszugleichen, den Komfort zu erhöhen, um somit unter anderem eine gesteigerte Beweglichkeit zu erreichen.

Bei der Entwicklung des idealen Werkstoffes kamen mir meine Erfahrungen als Modellmacher in der Herstellung von Autolenkrädern zugute. So entstand ein ausgeklügeltes System aus Weichschaumkern und Ledermantel. Diese Kombination unterschiedlicher Materialien begeisterte die Testfahrer durch eine hervorragende Griffigkeit.

Das Interesse einiger Rollstuhlhersteller wurde inzwischen geweckt und auch für Behinderten- und Seniorenheime gewinnt das Patent an Bedeutung, da sich durch die Umlederung die typischen Schäden an Türrahmen, Badewannen und Durchgängen doch weitgehend vermeiden lassen. Jede Umlederung wird in Handarbeit gefertigt und besticht durch hervorragende Qualität und Verarbeitung sowie durch ansprechende Optik. Einige Umlederungen sind inzwischen mehr als vier Jahre in Verwendung und beweisen ihre Haltbarkeit im täglichen Einsatz. Kleine und auch größere Risse im Leder können leicht neu verklebt werden. Im Alltag benötigt der Ledermantel kaum besondere Pflege.

Diese Vorzüge überzeugen auch die Krankenkassen. Die Kosten für die Umlederung werden ganz oder zumindest teilweise von ihnen übernommen.

Auch unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ist die Umlederung durchaus gewachsen. So sind die Greifringe im Winter angenehm warm, im Sommer erweist sich die Umlederung als ausgesprochen schweißresistent und selbst bei Nässe behält sie ihre Griffigkeit bei.
Sie ist auch für den Wintersport bestens geeignet, zum Beispiel für Monoski Fahrer. Oft kommen diese mit Schnee in Kontakt und die Greifringe werden nass. Dadurch verliert der Rollstuhlfahrer die Kontrolle bei Lenk- und Schiebemanövern. Mit Hilfe der Umlederung, wird dieses Problem stark gemindert. Da kein direkter Kontakt zum Metal besteht,kann der Rollstuhlfahrer auch ohne Handschuhe die Greifringe bedienen, was ein angenehmes Gefühl bedeutet.
Die typischen Verkrampfungen in den Händen lassen sich so weitgehend vermeiden.
Der Ledermantel ist auch für Rollstuhlfahrer mit Spastiken interessant.

Peter Wohlschlögel bei der Beratung auf der internationalen Messe für Behinderte Reha-Care in Düsseldorf